Glas – Vorsicht zerbrechlich!

Zum Ausklang des internationalen Jahr des Glases, International Year Of Glass 2022 (iyog2022.org), lädt Wikimedia von 4. Dezember 2022 bis 29. Jänner 2023 zu einem Schreib- und einem Fotowettbewerb ein.

Vielseitig verwendbar ist der Werkstoff Glas aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Tatsächlich zählt seine Herstellung zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Ein Kelch in Gestalt einer Lotusblüte mit dem Thronnamen des Pharao Thutmosis III. gilt als frühestes, sicher zu datierendes Gefäss (um 1450 v. Chr.).

Seither hat Glas in vielen Kulturräumen Einzug erhalten. Nicht nur die besondere Beschaffenheit des Materials, das erst im Licht seinen Reiz entfaltet, hat zu hoher Wertschätzung geführt. Auch die anspruchsvolle Herstellungstechnik wurde bewundert.

Das vielseitige Thema hat einen speziellen Österreich-Schwerpunkt: Denn einer der prominentesten Liebhaber schöner Gläser war der Habsburger Erzherzog Ferdinand II. von Tirol (1529–1595). Unter den kostbarsten Beständen seiner höfischen Kunst- und Wunderkammer finden sich erstmals „Sachen von Glaswerch“. Um venezianische Glastechnik diesseits der Alpen einzuführen, wurden über seine Agenten Mitarbeiter aus Murano nach Tirol geholt. So gelang es, in der Glashütte Hall 1535 erstmals nördlich der Alpen durchsichtiges, farbloses Glas zu produzieren. 1571 gründete der Erzherzog schließlich die Innsbrucker Hofglashütte. Objekte seiner Sammlerlust finden sich im Kunsthistorischen Museum in Wien, in den Sammlungen Schloss Ambras und in dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.

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